Matteo Berrettini: Wimbledon-Finalist und Davis-Cup-Held Italiens
Matteo Berrettini wurde am 12. April 1996 in Rom geboren, jedoch hat er seinen offiziellen Wohnsitz nicht in der italienischen Hauptstadt, sondern wie viele andere Tennisprofis, in Monaco. Bereits mit acht Jahren entschloss er sich dazu, eine Tenniskarriere anzustreben, nachdem sein jüngerer Bruder Jacopo, der ebenso auf der Profitour unterwegs ist, ihn darum gebeten hat, öfters den Tennisschläger in die Hand zu nehmen. Somit mussten sich die Sportarten Schwimmen, Fußball und Judo, die Berrettini in der Kindheit ebenfalls betrieb, in Zukunft hintenanstellen. Berrettinis Profikarriere begann im Jahr 2015 auf der Future- sowie Challenger-Tour. Die folgenden Jahre arbeitete er sich konstant in der Weltrangliste herauf – bis auf Platz 6, seine Karrierebestmarke vom Januar 2022. Mit 1,96 m Körpergröße gehört der Römer zu den größten Spielern der Tour, und mit dem Wimbledon-Finale 2021 sowie zehn ATP-Titeln zu den erfolgreichsten italienischen Tennisspielern überhaupt. Nach mehreren verletzungsbedingten Pausen steht er aktuell auf Platz 43 der ATP-Weltrangliste (Stand: 31. August 2026) – hinter Jannik Sinner, Lorenzo Musetti und Flavio Cobolli, die Italiens starke Generation heute anführen.
Ohne größere Aufs und Abs an die Weltspitze
Seit Ende 2016 ging es für Matteo Berrettini stetig in den Rankings nach oben. Im Jahr 2017 feierte er seinen ersten Titel auf der Challenger-Tour, als er beim Turnier in San Benedetto im Finale den Serben Laslo Đere klar in zwei Sätzen bezwang (6:3, 6:4). Im selben Jahr gab er sein Debüt im Hauptfeld eines Turniers auf der ATP-Tour-Ebene, und zwar beim Masters in seiner Geburtsstadt Rom, welches er selbst als sein Lieblingsturnier bezeichnet. Dort musste er sich jedoch seinem Landsmann Fabio Fognini geschlagen geben. Im Jahr darauf gewann Berrettini seinen ersten Titel auf der ATP Tour bei den Swiss Open in Gstaad. Eine Besonderheit hierbei: Der Italiener gewann hier nicht nur seinen ersten Einzeltitel, indem er den spanischen Allrounder Roberto Bautista Agut in zwei knappen Sätzen bezwang, sondern auch seinen ersten Titel im Doppel zusammen mit Daniele Bracciali. 2019 kam der endgültige Durchbruch Matteo Berrettinis auf der ATP Tour durch zwei weitere Turniersiege sowie solide Leistungen bei Masters-Turnieren und starke Ergebnisse in Wimbledon und den US Open.
2019 wurde er aufgrund seiner Leistungen zum „ATP Most Improved Player of the Year“ gewählt. Es war auch das Jahr, in dem er das erste Mal gegen seine beiden Idole Roger Federer (Wimbledon-Achtelfinale) und Rafael Nadal (US-Open-Halbfinale) antrat, jedoch jedes Mal eine Niederlage einstecken musste. Ebenfalls in 2019 wurde seine Beziehung zur australischen Tennisspielerin Ajla Tomljanovic bekannt.
Aggressives und gefühlvolles Tennis vereinen sich
Matteo Berrettini ist für seine druckvolle Vorhand sowie seinen schnellen Aufschlag, der bis zu 235 Stundenkilometer erreichen kann, auf der Tour gefürchtet. Aufgrund seiner offensiven Spielweise kommt es nicht selten vor, dass Ballwechsel nur wenige Schläge dauern. Sein Aufschlag ermöglicht es ihm, seine Gegner mit Serve-and-Volley weiter in Bedrängnis zu bringen. Sein vermeintlich schwächster Schlag ist die beidhändige Rückhand. Jedoch kann er dieses Defizit mit einem elegant geschlagenen Rückhand-Slice wettmachen, der die Schläge der Gegner neutralisiert und ihm Zeit gibt, seine schnell geschwungene Vorhand vorzubereiten. Aufgrund seiner aggressiven Art und Weise, Tennis zu spielen, häufen sich in Berrettinis Matches unerzwungene Fehler. In der Mehrheit seiner Aufeinandertreffen dominieren dennoch die Winner und führen ihn letztendlich zum Sieg.
Stops als zusätzliche Waffe
Neben seinem offensiven Spielstil versteht es Matteo Berrettini exzellent, den Rhythmus seiner Gegner mit Stopps kurz hinter das Netz zu brechen. Dieser taktische Zug avanciert zunehmend zu Berrettinis Markenzeichen und wird von ihm sowohl auf der Rückhand- als auch auf der Vorhandseite regelmäßig eingesetzt. Sollte der Stopp allein nicht reichen, kann der Italiener seine hervorragenden Volley-Skills zum Einsatz bringen, um den Punkt zu seinen Gunsten abzuschließen.
Die Höhepunkte in Matteo Berrettinis Tenniskarriere
Der Herbst 2019 brachte Berrettini erstmals in die Top Ten der Weltrangliste. Sein Höhenflug in diesem Jahr bescherte ihm des Weiteren den Einzug in sein erstes Halbfinale eines Grand Slams, den US Open. Auf dem Weg dorthin besiegte er unter anderem den Russen Andrey Rublev sowie den französischen Publikumsliebling Gaël Monfils. Diesen rang er in einem hart umkämpften Fünfsatz-Match nieder und wurde so zum ersten Italiener seit 1977, der das Halbfinale beim letzten Grand Slam des Jahres erreichte. Dort musste er sich Tennisstar Rafael Nadal geschlagen geben. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen 2019 war er Teil des Starterfelds der ATP Finals. Bei der Tennis-WM verlor er zwar in der Gruppenphase sowohl gegen Roger Federer als auch Novak Đoković, jedoch errang er einen Sieg gegen Dominic Thiem, womit er zum ersten Italiener überhaupt wurde, der ein Match bei diesem Turnier gewinnen konnte.
Sein bis heute größter Erfolg folgte 2021: Nach dem Turniersieg beim Rasenklassiker in Queen’s zog Berrettini als erster Italiener überhaupt ins Wimbledon-Finale ein, in dem er Novak Đoković in vier Sätzen unterlag (7:6, 4:6, 4:6, 3:6). Im gleichen Jahr erreichte er in Madrid sein bislang bestes Masters-1000-Ergebnis – das Finale, das Alexander Zverev für sich entschied – und holte beim Serbia Open in Belgrad einen weiteren Titel. Nach dem Halbfinale bei den Australian Open 2022 stand er am 31. Januar 2022 auf seiner Karrierebestmarke, Platz 6 der Weltrangliste; im Sommer 2022 folgten mit Stuttgart und erneut Queen’s zwei weitere Rasentitel.
Comeback, Davis Cup und die Saison 2026
Nach verletzungsgeplagten Jahren gelang Berrettini 2024 ein eindrucksvolles Comeback: Mit den Titeln in Marrakesch, Gstaad und Kitzbühel brachte er seine Bilanz auf zehn ATP-Einzeltitel und wurde zum „ATP Comeback Player of the Year“ gewählt. Noch wichtiger für die italienischen Fans: Berrettini war eine Schlüsselfigur bei Italiens Davis-Cup-Triumphen 2024 und 2025 – in Bologna sicherte er 2025 gemeinsam mit Flavio Cobolli den dritten Titel in Serie gegen Spanien, mit einer nahezu makellosen Davis-Cup-Bilanz von 12:2. Die Saison 2026 begann erneut mit einer Verletzung, doch in Monte-Carlo schlug er Daniil Medvedev und bei den French Open zog er nach einem über fünfstündigen Match gegen Francisco Comesaña ins Viertelfinale ein, das er verletzt aufgeben musste. Bei den US Open 2026 war für ihn in der zweiten Runde gegen Mariano Navone Schluss. Die Fans dürfen also weiter auf den nächsten Aufschlagpower-Auftritt des Römers hoffen.
Matteo Berrettinis Ausrüstung: Schläger, Schuhe & Outfit bei Tennis-Point
Im Online-Shop von Tennis-Point findest du die Tennisprodukte, mit denen Matteo Berrettini auf der Profitour antritt:
Tennisschläger: Berrettini schlägt mit einem Racket aus der HEAD Extreme-Reihe auf (Turnierversion auf Basis der Extreme Pro, 100 Quadratzoll Kopfgröße, 16x19-Besaitungsbild) – ein Rahmen, der mit viel Spin-Potenzial und Länge im Ball genau zu seinem offensiven Grundlinienspiel passt und ihm gleichzeitig die gefühlvollen Stops ermöglicht. Wer sein Spiel offensiv anlegt und Bälle mit viel Drall aus der Halbdistanz aufziehen will, ist mit dieser Modellreihe gut beraten; die komplette Markenauswahl findest du in unseren HEAD Tennisschlägern.
Tennisschuhe: Seit 2022 trägt Berrettini Schuhe von ASICS, konkret aus der Gel-Resolution-Serie – dem Stabilitäts- und Dauerläufer-Modell der Marke, das für harte Richtungswechsel und lange Matches gebaut ist. Das gesamte Herren-Sortiment gibt es bei unseren ASICS Tennisschuhen für Herren.
Tennisbekleidung: Ebenfalls seit 2022 spielt der Italiener in Outfits von BOSS, mit dem er auch eigene Kollektionen entwickelt hat – vor dem Wechsel war er in der italienischen Heimmarke Lotto unterwegs. Shirts, Shorts und Jacken im Berrettini-Stil findest du in unserer BOSS Tennisbekleidung für Herren.
Saiten, Tasche & Zubehör: Bei den Tennissaiten verlässt sich Berrettini auf die „Firestorm“ von Signum Pro – eine Polyestersaite, die seinen flachen, schnellen Schlägen Kontrolle gibt. Seine Schlägertasche sowie die Overgrips stammen wie sein Schläger von HEAD.